Kolumne - 21.12.09

Achtung Anleger: Die richtige Auswahl treffen

Was erwartet uns 2010? Sind die Gefahren durch staatliche Milliardenhilfen jetzt überwunden? Wo lauern Risiken und wo finden Sie die großen Chancen?

Hand aufs Herz, liebe Leser: Glauben Sie noch an das große Wachstum in Europa und Nordamerika? – Oder sind Sie auch der Überzeugung, dass Asien den Rest der Welt einfach überrollt?

Statistiken zeigen, dass die asiatischen Emerging Markets nach Größe des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bereits die USA und Europa überholt haben. In Asien finden Sie die Konsumenten von morgen, denn dort steigt das Einkommen, die Mittelschicht und die Sparquote liegt meist höher. Die Bevölkerung ist kaum verschuldet. Kein Wunder also, dass beispielsweise in China 2009 der Konsum trotz vermeintlicher Weltwirtschaftskrise im zweistelligen Prozentbereich gestiegen ist. Chinas Wirtschaft wird in diesem Jahr gegenüber 2008 die 8%-Wachstumsmarke erneut knacken. Und die Chancen, dass es auch 2010 so weitergeht, stehen ausgezeichnet.

Werfen Sie einen Blick auf den Aktienmarkt: Wenn die Fakten also beweisen, dass Asien ein weitaus höheres Wachstum vorweist, sollte man annehmen, dass auch deren Unternehmen höhere Gewinne erzielen. Auch dies, liebe Anleger, ist keine Überlegung: es ist Fakt. Asiatische Konzerne sind Dank des überdurchschnittlich hohen Wirtschaftswachstums deutlich schneller gewachsen als ihre westlichen Kontrahenten! Und die Finanzkrise hat diesen Trend nochmals beschleunigt. Die Gewinner werden insbesondere diejenigen Unternehmen aus den Schwellenländern sein, die bereits heute ihren Konkurrenten aus den Industriestaaten erhebliche Marktanteile abgenommen haben und durch hohe Qualität, gute Kapitalausstattung und Drang nach internationaler Expansion glänzen. Diese Unternehmen stehen vor gewaltigen Kapitalzuflüssen, da sie meist Schwergewichte in ihren Heimatbörsen sind und die Anleger weltweit ihr Kapital in Richtung Wachstum (Emerging Markets) umschichten.

Unternehmen mit diesen Merkmalen werden als „die Herausforderer aus den Emerging Markets“ (Emerging Global Challenger) bezeichnet. Die Société Générale hat einen Basket emittiert, der 30 dieser wachstumsstarken Unternehmen in einem Zertifikat zusammengefasst hat. Mit dem Emerging Global Challenger Basket II (WKN: SG1KLG, ISIN DE000SG1KLG2 ) können Sie mit einem Schlag in diese 30 Unternehmen investieren und am erfolgreich erprobten Konzept teilhaben.

Zu diesen 30 Unternehmen zählen namhafte Konzerne wie LG Electronics Lenovo, Acer Petrochina HTC, BYD, Petrobras Cemex Hyundai Motor Tata Motors Gazprom und viele mehr.

Die Stärken der Emerging Global Challenger überzeugen:

Niedrige Produktions- und Investitionskosten

Die Lohn- sowie die Investitionskosten sind in den Emerging Markets deutlich tiefer als in den entwickelten Industriestaaten. Des Weiteren kommen niedrigere Ausgaben für Anlagen und deren Unterhalt sowie für Maschinen und Bauten hinzu. Außerdem sind auch die steuerlichen Belastungen, welche den Unternehmen in den Emerging Markets aufgebürdet werden, in der Regel deutlich geringer. Unternehmen, deren Wertschöpfung in den Schwellenländern stattfindet, können dementsprechend Produkte und Leistungen in gleicher Qualität zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten.
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Zugang zu Rohstoffen

Eine Sonderstellung nehmen die im Rohstoffsektor tätigen Unternehmen aus den Schwellenländern ein. Diese Gesellschaften haben ihren Heimatländern in den vergangenen Jahren enorme Geldzuflüsse beschert. Zudem kommt ihnen eine hohe Bedeutung bei den Bemühungen dieser Länder zu, sich ihrerseits für das künftige Wachstum eine ausreichende Rohstoffbasis zu sichern. Nahezu alle globalen Herausforderer aus dem Rohstoffsektor werden von ihren jeweiligen Regierungen aktiv dazu ermuntert, die internationale Expansion zu suchen. Im Gegenzug genießen sie umfassende Staatsprotektion und finanzielle Unterstützung für ihre globale Ausbreitung.

Durch ihre komfortable finanzielle Ausstattung sind diese Rohstoffunternehmen inzwischen zu bevorzugten Partnern für kostenintensive Förderprojekte aller Art geworden. Allerdings haben manche Gesellschaften ihre Expansion bereits derart forciert, dass sie mittlerweile auf Widerstände der Regierungen in den Industrieländern stoßen. Insbesondere chinesischen Gesellschaften ist bereits in mehreren Fällen der Einstieg bei australischen und amerikanischen Rohstoffunternehmen aus politischen Gründen verwehrt worden. Sie engagieren sich deshalb vermehrt auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Erfolge und das Wachstum der Konzerne aus den Schwellenländern besitzen bereits eine geopolitische Dimension. Noch vor wenigen Jahren hätte kaum ein Beobachter eine solche Entwicklung für möglich gehalten.

Günstige Finanzierungsbedingungen

Von ihren jeweiligen Regierungen unterstützt, besitzen die meisten der globalen Herausforderer den Zugang zu günstigen Finanzierungsmodellen und Kreditkonditionen. Die Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmärkte in ihren Ländern sowie die wachsende Nachfrage nach Finanzprodukten aufgrund steigender Versicherungsprämien einerseits und einer Zunahme von institutionalisierten Altersvorsorgemodellen andererseits, führen zu einem dauerhaften Nachfragefaktor an den Aktien- und Rentenmärkten. Dies führt tendenziell zu steigenden Bewertungen und tiefen Realzinsniveaus.

Liquide Finanzmärkte und staatlicher Rückhalt sind Vorzüge, deren Bedeutung durch die Finanzkrise noch zugenommen hat. So hatten es beispielsweise Konzerne in China zuletzt deutlich einfacher, über die Finanzmärkte an frisches Kapital zu kommen als vergleichbare Unternehmen aus westlichen Industrienationen. Daneben hat beispielsweise auch der Aktienmarkt in Brasilien zuletzt eine beeindruckende Aufnahmefähigkeit für Aktien- und Anleiheemissionen aufgewiesen.

Wachstumspotenzial

In den letzten beiden Jahrzehnten haben die Schwellenländer im Jahresdurchschnitt deutlich höhere Wachstumsraten ausgewiesen als die westlichen Industrienationen. Trotz teilweise schwieriger globaler Rahmenbedingungen hat sich dieser Trend verstetigt. Daneben wurden die vielerorts vorhandenen strukturellen Probleme oft sehr erfolgreich angegangen. So hat sich der einstmals notorische Schuldnerstaat Brasilien in den letzten Jahren zu einem Gläubigerstaat gewandelt. Auch auf dem asiatischen Kontinent hat die Abhängigkeit der Unternehmen von ausländischem Kapital abgenommen. In der Asienkrise 1997/98 hätte dieses Problem noch fast zu einem wirtschaftlichen Kollaps in der gesamten Region geführt.
Einige osteuropäische Staaten wurden von der jüngsten Finanzkrise am schwersten getroffen. Doch auch hier überwiegt die Meinung, dass die großen und bilanzstarken Unternehmen diese Krise meistern und sogar gestärkt daraus hervorgehen werden. Unter dem Strich dürften die Emerging Markets an einer Erholung der globalen Konjunktur überproportional partizipieren und im Anschluss daran weiterhin hohe Wachstumsraten ausweisen. Die globalen Herausforderer, welche dort ihre Heimatstandorte haben, sollten davon überdurchschnittlich profitieren.



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Autor: (rh), Quelle: EMFIS.COM


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