18.09.09
EM Stocks Review: Asien durchwachsen - Japan und China fallen
Hongkong 18.09.2009 (www.emfis.com) Die gestrigen Gewinnmitnahmen an der Wallstreet wurden in Asien heute unterschiedlich aufgenommen. Während sich die Leitindizes in Korea und Taiwan weiter nach oben arbeiteten, gingen die Marktteilnehmer in Japan auf Nummer Sicher. Für Sorgenfalten sorgte daneben ein neuerlicher Schwächeanfall der Börse in Shanghai, die sich eben erst stabilisiert zu haben schien. Diese Entwicklung brachte auch den Markt in Hongkong moderat nach unten.
In Tokio trennten sich heute viele Investoren im Vorfeld der Feiertagswoche ab Montag von ihren Positionen. Dies brachte den Markt zunächst deutlich unter Druck, bis dann in der zweiten Handelshälfte wieder Käufe einsetzten. Unterm Strich gab der Nikkei 225 heute 0,7 Prozent auf 10.370 Zähler ab, und hat damit auf Wochensicht ebenfalls 0,7 Prozent verloren. Der breitere Topix ging um marginale 0,08 Prozent nach unten auf 939 Stellen. Schockiert zeigten sich die Anleger insbesondere von einer Erklärung des angeschlagenen Konsumkredit-Anbieters Aiful Dieser hatte bekannt gegeben, seine Gläubiger um den Erlass von Schulden in Höhe von bis zu 3 Milliarden Dollar zu bitten. Aiful brachen daraufhin um 27 Prozent ein; Takefuji fielen um 9,5 Prozent und Orix um 4,3 Prozent. Im Technologiesektor gaben Sanyo Electric 3,2 Prozent ab; Konica Minolta fielen um 2,4 Prozent und Casio Computer um 2,3 Prozent. Dagegen konnten sich die Titel der Banken, die bereits gestern abgegeben hatten, heute dem Abwärtstrend entgegen stemmen. Hier verbesserten sich Sumitomo Mitsui Financial um 2,1 Prozent und Mitsubishi UFJ um 2,5 Prozent. Daneben stiegen East Japan Railway um 4,0 Prozent, nachdem die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Aktie deutlich nach oben gesetzt hatte.
In Korea schob sich der Kospi heute um weitere 0,25 Prozent auf 1699,71 Zähler nach oben. Zwischenzeitlich gelang es dem Leitindex des Landes dabei, die 1700-Punkte-Linie zu überwinden, und sich bis auf 1713 Zähler zu arbeiten. Dies entsprach einem neuen 15-Monats-Hoch. Auf Wochensicht gewann der Kospi 2,9 Prozent hinzu. Die Investoren aus Übersee gehörten den elften Handelstag in Folge zu den Käufern. Zu den Favoriten der Anleger zählten unter anderem die Titel der Schiffsbau- und Schwerindustrie. Hier legten Daewoo Shipbuilding weitere 3,9 Prozent zu; Hyundai Heavy stiegen um 1,8 Prozent und Samsung Heavy um 3,8 Prozent. SK Energy verbesserten sich um 2,6 Prozent. Hier hofften die Marktteilnehmer auf künftig steigende Raffinerie-Margen. Dagegen wurden bei einigen Blue Chips Gewinne mitgenommen. Im Autosektor etwa gaben Hyundai Motor 1,8 Prozent und Kia Motors 0,9 Prozent ab. Samsung Electronics fielen um 0,5 Prozent; die Aktie des Stahlkochers Posco ging um 1,5 Prozent nach unten.
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Der taiwanesische Markt entwickelte sich heute zunächst schwächer. In der zweiten Handelshälfte gewannen die Optimisten aber wieder die Überhand. Dies brachte den TAIEX schlussendlich um weitere 0,66 Prozent nach oben auf 7537 Punkte, was dem höchsten Kursniveau seit fast 15 Monaten entspricht. Die Anleger stiegen unter anderem wieder bei den Titeln der Flachbildschirm-Hersteller ein. AU Optronics stiegen um 2,0 Prozent und Chi Mei Optoelectronics um 4,3 Prozent. Chi Mei will Presseberichten zufolge ein vorübergehend stillgelegtes Werk wieder in Betrieb nehmen. Im PC-Sektor verbesserten sich Compal um 3,1 Prozent und Quanta Electronics um 0,7 Prozent. Der Halbleitersektor blieb etwas zurück. Hier konnten sich zwar Taiwan Semiconductor um 0,3 Prozent verbessern; United Microelectronics gaben aber 0,9 Prozent ab. Taiwans Regierung hatte zuvor erklärt, die Restriktionen für taiwanesische Halbleiterwerke in China nicht komplett aufheben zu wollen. Unter den Aktien der Hotelbetreiber stiegen Ambassador Hotel um 0,1 Prozent; First Hotel gaben 0,6 Prozent ab. Zuvor war gemeldet worden, dass die Auslastungsrate der taiwanesischen Hotels im Anschluss an den Taifun „Morakot“ um 30 Prozent zurückgegangen ist.
In Hongkong gab der Hang Seng Index heute 0,67 Prozent auf 21.623 Punkte ab. Zahlreiche Marktteilnehmer fanden die deutlichen Kursgewinne der vorangegangenen Tage übertrieben. Zudem verunsicherte die Entwicklung an den chinesischen Inlandsbörsen, die heute nach einer mehrwöchigen Stabilisierungsphase wieder sichtlich unter Druck geraten sind. Auf Sicht einer Woche konnte Hongkongs Leitindex aber um weitere 2,2 Prozent zulegen, und hat sich damit die dritte Woche in Folge verbessert. Abschläge gab es unter anderem bei den Titeln im Rohstoff- und Grundstoff-Bereich. Hier gaben Aluminum Corp. Of China 1,5 Prozent und China Shenhua Energy 1,8 Prozent ab. PetroChina verbilligten sich um Prozent und Sinopec um 1,0 Prozent. Im Telekom-Sektor gaben China Mobile 0,7 Prozent ab; China Unicom knickten um 3,7 Prozent ein, ohne dass neue Nachrichten vorlagen. Uneinheitlich entwickelten sich die Aktien aus dem Immobiliensektor. China Overseas Land fielen um 2,5 Prozent und Sun Hung Kai Properties um 1,5 Prozent. Poly Hong Kong sprangen dagegen um 15,5 Prozent nach oben. Der Entwickler gibt ein Aktienpaket an seine staatliche Muttergesellschaft ab, und dürfte im Gegenzug interessante Assets übertragen bekommen. Im Textilsektor erholten sich Esprit um 0,9 Prozent. Li & Fung rutschten dagegen um 3,3 Prozent auf 27,65 HK$ ab, obwohl die UBS zuvor ihr Kursziel für die Aktie auf 37 HK$ angehoben hatte.
In China rutschte der Shanghai Composite Index um 3,19 Prozent auf 2963 Stellen ab, und rutschte damit auch wieder unter die Marke von 3000 Punkten.
Autor: , Quelle: EMFIS.COM
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