Wirtschaftsnews -  & Marktberichte - 16.10.09

EM Stocks Review: Asien tendentiell schwächer - Rebound in Thailand

Hongkong 16.10.2009 (www.emfis.com) Die asiatischen Aktienmärkte tendierten nach der Aufwärtsentwicklung an den vergangenen Handelstagen heute nach unten. Vor allem in den zyklischen Sektoren wurden Gewinne mitgenommen. Allerdings blieben die Abschläge – mit Ausnahme der koreanischen Exporttitel – begrenzt. Einige Länderindizes konnten sogar weiter zulegen. Insbesondere der Aktienmarkt in Thailand zeigte sich sichtlich erholt. Dort war es Mitte der Woche zu Panikverkäufen gekommen, da sich die Marktteilnehmer zunehmend Sorgen um den Gesundheitszustand des Königs gemacht hatten.

An der Börse in Tokio blieben die Anleger nach den Zugewinnen an den vorangegangenen Handelstagen unentschlossen. Der Nikkei verbesserte sich um weitere 0,2 Prozent auf 10.258 Punkte; und hat damit im Wochenvergleich 2,4 Prozent zulegen können. Dagegen gab der breitere Topix heute 0,3 Prozent auf 901 Zähler ab. Aufschläge gab es insbesondere noch bei verschiedenen Rohstoffgesellschaften, die von weiter steigenden Rohölnotierungen profitierten. Hier gewannen Cosmo Oil 3,5 Prozent und Inpex 1,4 Prozent hinzu; die Aktie der Rohstoffgesellschaft Mitsui & Co verbesserte sich um 0,4 Prozent. Daneben sprangen Fast Retailing um 5,5 Prozent nach oben, nachdem mehrere Investmentbanken ihr Kursziel für die Aktie der Modekette angehoben hatten. Dagegen gaben die Finanzwerte angesichts enttäuschender Zahlen ihrer US-Pendants weiter ab. Mitsubishi UFJ verbilligten sich um 3,1 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial um 1,9 Prozent, Nomura fielen um 0,5 Prozent. Daneben rutschten Japan Airlines um weitere 11 Prozent ab und landeten damit auf einem neuen Allzeittief von 100 Yen. Die angeschlagene Fluggesellschaft, die bereits Staatshilfen beantragt hat, will nun möglicherweise doch keine Beteiligungsverkäufe vornehmen. 

In Korea blieben die Anleger heute wegen des gestiegenen Außenwertes des Won weiterhin zurückhaltend. Die Notenbank hatte zuvor erklärt, möglicherweise demnächst Leitzinserhöhungen vornehmen zu müssen. Dies würde den Won gegenüber den westlichen Währungen möglicherweise weiter verteuern und damit die Gewinnmargen der koreanischen Exporteure belasten. Der Kospi gab daraufhin 1,12 Prozent auf 1640 Punkte ab, und schloss damit im Wochenvergleich nahezu unverändert. Vor allem die Titel aus dem Autosektor wurden heute wieder in die Mangel genommen. Hier verbilligten sich Hyundai Motor um 4,9 Prozent und Kia Motors um 4,7 Prozent. Das Papier des Autozulieferers Hyundai Mobis ging um 5,0 Prozent nach unten. Daneben verloren im Elektroniksektor Samsung Electronics 3,7 Prozent und LG Electronics 3,9 Prozent. Die Aktie des Flachbildschirm-Herstellers LG Display rutschte trotz des gestern gemeldeten Rekordergebnisses um 4,2 Prozent nach unten. Dagegen konnten sich die Papiere des Stahlkochers Posco gegen den Trend um weitere 1,1 Prozent verbessern. Die Aktie von Samsung Fire & Marine Insurance zog um 3,9 Prozent an. Versicherungsunternehmen könnten zu den wenigen Profiteuren einer Leitzinserhöhung in Korea gehören. 
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Auch in Hongkong fanden heute Gewinnmitnahmen statt. Dies brachte den Hang Seng Index um moderate 0,31 Prozent nach unten. Auf Wochensicht konnte sich Hongkongs Leitindex damit aber um 2,0 Prozent verbessern. Zwischenzeitlich gelang es dem Index auch heute, sich vorübergehend über die 22.000-Punkte-Linie zu hangeln. Allerdings konnte er sich auf diesem luftigen Niveau erneut nicht lange halten. Unter Druck standen etwa die chinesichen Bankenwerte. Hier gaben ICBC 1,6 Prozent ab, China Construction Bank verloren 1,2 Prozent und Bank of China 1,8 Prozent. Im Hongkonger Immobiliensektor gaben Wharf Holdings 1,8 Prozent und Cheung Kong 0,9 Prozent ab. Unter den Rohstoffwerten verbilligten sich PetroChina um 0,2 Prozent und CNOOC um 0,8 Prozent. Die Aktie des Kohleminen-Betreibers China Shenhua Energy fiel um 1,0 Prozent. Dagegen wurden die Telekom-Werte, die in den letzten Tagen hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben waren, wieder gekauft. Hier verteuerten sich China Mobile um 0,5 Prozent und China Unicom um 0,7 Prozent. Daneben gab es auch im Exportsektor einige Ausreißer nach oben. So stieg die Aktie des Schuhproduzenten Yue Yuen Industrial um 1,2 Prozent. Esprit Holding legten 1,0 Prozent zu. Der Modekonzern hatte zuvor bekräftigt, das gemeinsam mit China Resources Enterprise betriebene China-Venture komplett übernehmen zu wollen. China Resources Enterprise stiegen daraufhin um 3,6 Prozent. 

In China gab der Shanghai Composite Index leicht um 0,11 Prozent auf 2976 Punkte ab. In Taiwan dagegen konnte sich der TAIEX auf ein neues 16-Monats-Hoch von 7715 Punkten nach oben arbeiten, was einem Anstieg um 0,1 Prozent entsprach. In Indien verbesserte sich der Sensex bis zum Nachmittag um 0,6 Prozent auf 17.347 Zähler. Daneben erholte sich SET in Thailand bislang um 2,8 Prozent auf 712 Stellen.



Autor: (gh), Quelle: EMFIS.COM


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