Wirtschaftsnews -  & Marktberichte - 07.11.08

EM Stocks Review: Asien durchwachsen - Hongkong gut erholt

Hongkong 07.11.2008 (www.emfis.com) Die fortgesetzte Gewinnmitnahmewelle in den USA hat heute auch die asiatischen Börsen erneut in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere Exporttitel und Rohstoffaktien hatten teilweise einen sehr schweren Stand. Das Blatt begann sich allerdings zu wenden, nachdem die ersten Nachrichten aus Europa eingetrudelt waren, wo etwa die Bank of England überraschend eine massive Leitzinssenkung vorgenommen hatte. Dies konnte die Stimmung an jenen asiatischen Börsen, die noch geöffnet hatten, teils deutlich zu beleben.

Die schwachen Vorgaben aus den USA und die gestrige „Toyota-Schock“ haben die japanische Börse heute erneut abtauchen lassen. Der Nikkei 225 rutschte vorübergehend um bis zu 7 Prozent nach unten. In der zweiten Handelshälfte traten dann allerdings wieder einige Schnäppchenjäger auf den Plan, so dass sich die Verluste etwas minimieren ließen. Japans Leitindex verlor schlussendlich 3,55 Prozent auf 8583 Punkte und hat damit auf Wochensicht lediglich 0,1 Prozent zulegen können. Der Topix fiel um 3,3 Prozent auf 879 Zähler. Die Gewinnwarnung von Toyota Motor sah man repräsentativ für den gesamten Autosektor an. Toyota selbst brachen um 9,7 Prozent ein; Honda verloren 6,7 Prozent und Nissan 7,3 Prozent. Die Aktie des Reifenherstellers Bridgestone fiel um 4,5 Prozent. Unter den übrigen Exportwerten gaben Canon 5,8 Prozent und Nikon 8,2 Prozent ab, nachdem der Yen gegenüber dem Dollar weiter gestiegen war. Sanyo Electric hingegen legten 2,0 Prozent zu. Panasonic hatte zuvor bestätigt, den angeschlagenen Elektronikkonzern zu übernehmen. Der Rohstoffsektor litt unter den äußerst schwachen Rohstoffnotierungen. Mitsubishi Corp gaben 4,4 Prozent und Inpex 8,9 Prozent ab, nachdem der Ölpreis zuvor unter 60 Dollar gerutscht war. Softbank knickten um 10,7 Prozent ein, ohne dass neue Nachrichten vorlagen.

In Korea rutschte der Kospi heute vorübergehend rund 5 Prozent ab. Die Nachricht, dass die Zentralbank den Leitzins auf 4 Prozent – und damit zum dritten Mal binnen eines Monats - abgesenkt hat, stützte den Markt dann aber etwas. Koreas Leitindex verlor schlussendlich 3,87 Prozent auf 1134 Punkte und hat damit eine Wochenperformance von plus 1,9 Prozent erzielt. Zu den Käufern gehörten insbesondere die heimischen institutionellen Anleger, während die Auslandsinvestoren auf der Verkäuferseite standen. Vergleichsweise gut sahen heute die Finanzwerte aus, die als Profiteure der Leitzinssenkung angesehen wurden. Shinhan Financial verbesserten sich um 6,6 Prozent, Hana Financial gingen sogar um 14,1 Prozent nach oben. Woori Financial legten 5,4 Prozent zu, obwohl das Institut zuvor einen Gewinnrückgang um 51 Prozent gemeldet hatte. Von den allgemein niedrigeren Rohstoffnotierungen profiterten die Titel des Stahlkochers Posco die sich um 2,8 Prozent verbesserten. Die Aktie des Raffineriebetreibers SK Energy gewann 5,0 Prozent hinbzu. Gesucht waren auch die Papiere des Chipriesen Hynix Semiconductor die um 8,9 Prozent nach oben sprangen. Gestern hatte der japanische Konkurrent Elpida eine Verringerung der Investitionen angekündigt. Dies weckte Hoffnungen, dass die branchenweiten Überkapazitäten im DRAM-Sektor bald abgebaut werden könnten.
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Auch die Hongkonger Aktien hatten heute zunächst einen schweren Stand. In der zweiten Handelshälfte fand dann allerdings eine Trendwende statt. Am Markt hoffte man zunehmend auf neue Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stimulation des Wirtschaftswachstums. Daneben hatten einige Banken gemeldet, die Zinssätze für Hypothekendarlehen abgesenkt zu haben. Dies weckte Hoffnungen, dass im Immobiliensektor bald eine Bodenbildung stattfinden könnte. Der Hang Seng Index, der zwischenzeitlich bis auf 13.270 Punkte abgerutscht war, drehte nach oben und legte unterm Strich 3,29 Prozent auf 14.243 Stellen zu. Auf Wochensicht wurde somit ein Aufschlag von knapp 2 Prozent erzielt. Im Immobiliensegment erholten sich Cheung Kong um 5,3 Prozent und Henderson Land um 4,5 Prozent. Sun Hung Kai Properties stiegen um 6,2 Prozent. Auch der Bankensektor tendierte nach oben. Hier verbesserten sich HSBC um 1,5 Prozent und Hang Seng Bank um 3,6 Prozent. Im China-Finanzsektor gewannen ICBC 3,1 Prozent und China Life 3,3 Prozent hinzu; China Merchants Bank zogen um 5,1 Prozent an. Etliche Marktteilnehmer rechnen derzeit damit, dass die Aktie demnächst in den Hang Seng Index aufgenommen werden könnte. Im Rohstoffsektor verteuerten sich CNOOC um 6,0 Prozent und PetroChina um 2,5 Prozent. Jiangxi Copper verbesserten sich um 3,9 Prozent, Zijin Mining stiegen um 3,1 Prozent. Die Aktie der Lenovo Group brach dagegen um 11,9 Prozent ein. Bei dem PC-Riesen war der Gewinn im abgelaufenen Quartal um 78 Prozent eingebrochen.

Auch in Taiwan kehrte in den lezten Handelsstunden der Optimismus wieder zurück. Der TAIEX verbesserte sich unterm Strich um 1,03 Prozent auf 4742 Stellen. Er hat damit auf Wochensicht ein Plus von 2,6 Prozent erzielt, und im Vergleich zu den übrigen asiatischen Börsen relativ gut abgeschnitten. Zu den Gewinnern gehörten einmal mehr die Titel aus den Sektoren Transport und Tourismus, die von der Hoffnung auf liberalere Reisebestimmungen mit der Volksrepublik China profitierten. Ambassador zogen um die in Taipeh maximal möglichen 7 Prozent an, Yang Ming Marine stiegen um 6,0 Prozent und China Airlines um 4,0 Prozent. Im Technologiesektor schossen Acer um 7 Prozent nach oben. High Tech Computer stiegen nach Zahlen um 6 Prozent. Die Aktie des Speicherchip-Herstellers Powerchip gewann angesichts der zurückhaltenden Investitionsplanung beim Konkurrenten Elpida 3 Prozent hinzu. Dagegen verbilligten sich unter den Chip-Auftragsherstellern Taiwan Semicondcutor um 2,6 Prozent. Zuvor hatte der Großkunde Qualcomm schlechte Zahlen veröffentlicht. United Microelectronics fielen im Vorfeld der Umsatzdaten für Oktober um 3,4 Prozent.

In China stieg der Shanghai Composite Index um 1,75 Prozent auf 1747 Punkte. Der Shanghai A-Share Index legte 1,75 Prozent auf 1836 Zähler zu.



Autor: (gh), Quelle: EMFIS.COM


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