Wirtschaftsnews -  & Marktberichte - 11.06.08

EM Stocks Review Asien: Japan robust - Hongkong schwächer

Hongkong 11.06.2008 (www.emfis.com) Die asiatischen Börsen entwickelten sich heute uneinheitlich. Teils waren die Marktteilnehmer von der immerhin stabilen Entwicklung beim amerikanischen Dow Jones Index positiv überrascht. Zudem sorgte die robuste Aufwärtsentwicklung beim Dollar für Schnäppchenkäufe unter den asiatischen Exportwerten. Die Furcht vor einer weiter steigenden Inflation und entsprechenden Straffungsmaßnahmen der asiatischen Regierungen hielt aber an und belastete vor allem das Marktgeschehen in China und Hongkong.

Der japanische Aktienmarkt zeigte sich heute nach den Abschlägen der beiden vergangenen Handelstage etwas erholt. Der Nikkei 225 verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 14.183 Punkte; der breitere Topix stieg um 0,5 Prozent auf 1390 Zähler. Hilfreich war insbesondere der anhaltend starke Dollar, der sich inzwischen wieder bis auf 107 Yen nach oben gearbeitet hat. Dies ließ insbesondere bei den Titeln exportabhängiger Unternehmen neue Käufe einsetzen. So verbesserten sich im Autosektor etwa Honda Motor um 2,7 Prozent und Toyota Motor um 2,4 Prozent. Unter den Elektronikwerten gewannen Canon 1,5 Prozent und Toshiba 1,0 Prozent hinzu; Fujitsu schnellten um 4,0 Prozent nach oben. Der Bankensektor stand dagegen weiter unter Druck. Hier verbilligten sich Mizuho Financial um 0,7 Prozent und Nomura um 0,2 Prozent. Auch bei den Papieren der rohstoff-lastigen Handelshäuser wurden Abschläge vorgenommen. Mitsui & Co. verbilligten sich um 1,0 Prozent, Mitsubishi Corp. fielen um 1,4 Prozent.

In Korea besserte sich die Stimmung heute ebenfalls etwas auf. Allerdings gab es nicht viele Marktteilnehmer, die sich nach den schwachen vergangenen Handelstagen wieder beherzt an neue Käufe wagten. Der Kospi verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 1781 Punkte. Ähnlich wie in Japan konnten vor allem die Titel aus dem Elektronik- und Autosektor Zuwächse verbuchen, während man für den breiten Markt etwas zurückhaltender blieb. So erholten sich Samsung Electronics um 2,3 Prozent und LG Electronics um 3,4 Prozent; die Aktie des Flachbildschirm-Herstellers LG Display stieg um 1,9 Prozent. Unter den Autoaktien verteuerten sich Hyundai Motor um 1,1 Prozent und Kia Motors um 0,9 Prozent. Die Aktie von Korean Air konnte sich angesichts einer leichten Entspannung bei den Ölnotierungen um 2,2 Prozent verbessern.
:::
In Taiwan hingegen setzte sich die gestrige Talfahrt weiter fort. Der TAIEX gab 0,29 Prozent auf 8345 Stellen ab. Auch die Hoffnung auf künftig engere Wirtschaftsbeziehungen zur Volksrepublik China kann den taiwanesischen Markt derzeit offenbar nicht mehr stützen. Herbe Abschläge fanden insbesondere im Immobilien- und Tourismussektor statt. Formosa International Hotels rutschten um 6,0 Prozent ab, Cathay Real Estate verloren 4,4 Prozent. Taiwan Cement verbilligten sich um 1,7 Prozent und Asia Cement um 1,2 Prozent. Im Technologiesektor gingen High Tech Computer um weitere 2,8 Prozent nach unten. Die Anleger befürchten hier weiterhin, dass das günstige neue iPhone von Apple auf den Margen des taiwanesischen Zulieferers lasten werde. Im Chipsektor fielen United Microelectronics um 0,8 Prozent. Dagegen legten Taiwan Semiconductor 3,1 Prozent. Die Aktionäre des Chipriesen hatten zugestimmt, dass die Tochtergesellschaft Global Unichip Aktivitäten in China startet. Advanced Semiconductor Engineering gewannen 2,8 Prozent hinzu.

Auch in Hongkong blieben die Marktteilnehmer heute zurückhaltend. Hier wirkte offensichtlich der Schock über den gestrigen 7-prozentigen Kursrutsch an der Börse Shanghai nach, der den Hongkonger Markt ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Da aus Shanghai auch heute kaum Entspannungssignale kamen, wurden insbesondere die China-Titel weiter gemieden. Der Hang Seng Index verlor 0,21 Prozent auf 23.327 Punkte. Vorübergehend erzielte Zuwächse wurden jeweils schnell wieder abgebaut. Zu den Verlierern gehörten etwa die Papiere von Cosco Pacific die um 8,5 Prozent nach unten rutschten. Die Titel konnten nach Bekanntgabe der Übernahme von mehreren griechischen Hafen-Terminals heute erstmals wieder gehandelt werden. Die Aktie der Muttergesellschaft China Cosco fiel um 3,3 Prozent. Im Ölsektor gaben PetroChina 0,2 Prozent ab. Der Konzern hatte die Emission neuer Anleihen im Umfang von über 8 Milliarden Dollar angekündigt. CNOOC dagegen legten 0,8 Prozent zu. Unter den übrigen Marktschwergewichten verbesserten sich HSBC um 0,4 Prozent. Die Großbank hatte heute erklärt, wegen Schwierigkeiten mit den koreanischen Regulierungsbehörden auf die mehrheitliche Übernahme der Korea Exchange Bank zu verzichten. China Mobile fielen um 1,4 Prozent.

In China fiel der Shanghai Composite Index um weitere 1,57 Prozent auf 3024 Punkte; der Shanghai A-Share Index gab 1,57 Prozent auf 3172 Zähler ab.



Autor: (gh), Quelle: EMFIS.COM


Top Aktie der Woche?

Lesen Sie jetzt die Empfehlungen für die Boom-Börsen von morgen. Nirgends sonst warten höhere Gewinn-chancen, als in den Emerging Markets! Lesen Sie jetzt kostenlos den Emerging-Markets-Report!

Gratis E-Book

Jetzt für den Emerging Markets Report gratis anmelden und das E-Book “Die nächste Facebook” gratis sichern. Zudem erhalten Sie unseren EMFIS-Newsletter >>> alles 100% gratis

  • Analyse & Wirtschaftsnews

    02.10.2014

    Deutsche Bank – Starke Aktie!

    Aktueller Kurs: 27,78 Euro,  Widerstand: 27,90 Euro,  Unterstützung: 27  Euro,  Richtung: AufwärtsFazit vom 24.09: Wie auch immer,

  • Analyse & Wirtschaftsnews

    01.10.2014

    Nordex – Jetzt fällt die Entscheidung!

    Aktueller Kurs: 14,60 Euro,  Widerstand: 14,90 Euro,  Unterstützung: 14,10 Euro,  Richtung: -Fazit vom 24.09.: Nichts ist sicher im Tra

  • Analyse & Wirtschaftsnews

    01.10.2014

    Commerzbank – Unterstützung bei 11 Euro beachten!

    Aktueller Kurs: 11,87 Euro, Widerstand: 12,60 Euro, Unterstützung: 11 Euro, Richtung: -Fazit vom 24.09.: Oberhalb von 12 Euro sollte man Long-Position

  • Analyse & Wirtschaftsnews

    30.09.2014

    EUR/USD: Ist der Absturz übertrieben?

    Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar konnte sich zu Beginn dieser Woche oberhalb der Unterstützung von 1,2680 USD stabilisieren.

  • Analyse & Wirtschaftsnews

    29.09.2014

    Steht der Bund-Future vor einer Wende?

    Für manche war die erneute Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank Anfang September eine Panikreaktion. Soweit würde ich nicht gehen.

FinanzNachrichten.de - Alle Nachrichten zu Aktien, Börse und Wirtschaft