Wirtschaftsnews -  & Marktberichte - 22.11.07

EM Stocks Review Asien: Handel stark volatil - Nikkei mit Tagesendrally

22.11.2007 (www.emfis.com)

In Asien bewegen nach wie vor die Konjunktursorgen die Gemüter. Im Mittelpunkt steht dabei der Exportmarkt USA, von dem man befürchtet, dass sich das Wachstum dort im Jahr  2008 signifikant abschwächen werde. Außerdem besteht die Gefahr einer Liquiditätsreduktion seitens der chinesischen Regierung. Diese hat bereits die Bedingungen zur Vergabe von Krediten verschärft. Ganz besonders hat man auch den kommenden 11. Dezember im Blick, zu dem der Aufsichtsrat der FED wieder tagen wird. Investoren hoffen auf einen weiteren Zinssenkungsschritt aus Übersee.

Die Tokioter Indizes schlossen heute nahezu unverändert. Während der Nikkei 225 0,3 % zulegen konnte, musste der breitere Topix Index 0,1 % abgeben. Der Nikkei schloss bei 14.888,77 Punkten, der Topix beendete den Handel bei 1.437,38 Punkten. Zukäufe konnte man vor allem bei den jüngst stärker gefallenen Werten beobachten. Noch sei es allerdings zu früh um sagen zu können, ob der Markt bereits einen Boden gebildet habe, so Tokioter Marktbeobachter.
JFE Holdings gewannen 1,9 %. Eine Mitsubishi Corp. konnte 1,2 % gewinnen. Stärker schlossen auch die Aktien im Bankensektor. Die Sumitomo Mitsui Financial erstarkte um 2,1 % und die Papiere der  Mitsubishi UFJ Financial Group gewannen leichte 0,9 %. Aktien der Mizuho Financial Group schlossen 1,2 % im Plus. Exportwerte konnten sich von den anfänglichen Verlusten erholen. Canon schloss 0,9 % fester. Konica Minolta stieg 1,8 % und eine Sony Corp. gewann marginale 0,6 % hinzu.

In Hongkong schloss der Markt heute bedeutend tiefer. Man war besorgt wegen des Preisverfalls an der Shanghaier Börse und wegen der anhaltenden, weltweiten Konjunktursorgen. Der Hang Seng Index geriet mit satten 2,3 % in Minus und kam erst knapp über der psychologisch wichtigen Unterstützungsmarke von 26.000 Punkten zur Ruhe. Der Schlussstand waren nur wenig darüber, bei 26.004,92 Punkten. Absolut verlor der Index heute Morgen 613,27 Punkte. Seit dem Höchststand im Oktober hat der Index nun bereits ganze 17,8 % eingebüßt.
Festlandversicherer China Life verlor ganze 4,8 %. Ein Rückgang der Liquidität würde das Unternehmen, das stark am Finanzmarkt engagiert ist, besonders schwer treffen. Das Frachtunternehmen Cosco Pacific rutschte 6,1 % in die Tiefe. Der Nahrungsmittelhersteller Li & Fung fiel ebenfalls, um heftige 4,8 %. Das Schwergewicht China Mobile wurde mit 1,9 % belastet. Die HSBC Holdings fiel um 1,2 %. Nachdem der Kurs in den Anfangsstunden ordentlich verprügelt wurde, konnte der Flugbetreiber Cathay Pacific 0,7 % hinzugewinnen.
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Die taiwanesischen Aktien schließen, nach einer unruhigen Handelssitzung, beinahe unverändert. Zum Handelsende griffen Investoren noch einmal die Aktien auf, die den Tag über hoher Verluste erlitten haben. Besonders im Technologiesektor und bei den Hightechs konnten so noch einmal Verluste ausgeglichen oder abgemildert werden. Der Taiex schloss beinahe unverändert mit 0,18 % im Plus. Schlussendlich zählte der Index 8.499,37 Punkte.
Chi Mei Optoelectronics stiegen um 2,95 %, nachdem die Firmenleitung den Ausblick fürs kommende Jahr positiver einschätzte. Chungwa Picture gewannen 3,33 % und Innolux zogen um 3,04 % an. TSMC zogen 2,22 % an. Die Scheine der Mediatek mussten nach einem negativen Analystenkommentar 5,05 % an Wert lassen. Eine Taiwan Cement stieg leichte 0,9 % und Formosa Plastics gewannen 1,78 % hinzu.

Südkoreanische Aktien konnten heute die anfänglichen Verluste durch späte Gewinne bei Chipherstellern und Telekommunikationsunternehmen wieder ausgleichen. Der Handel wurde von den Händlern als sehr unruhig empfunden. Schlussendlich schloss der Kospi dann aber mit einem Minus von 0,4 % auf 1,799,02 Punkten. Der Index verlor damit den sechsten Tag in Folge und beendete den Handelstag auf einem 3-Monats-Tief.
Hyundai Heavy fielen 5,9 %. Samsung Heavy sanken um 3,9 % ab. Doosan Heavy fielen ebenfalls, 4,4 %. Auch Finanzwerte fielen wegen der schlechter werdenden Konjunkturaussichten stärker ab. Samsung Securites kamen 3,8 % ins Minus. Nachdem Daewoo Securites den Ausblick für Chipwerte in Korea angehoben hatte, konnten hier Zukäufe verzeichnet werden. Samsung Electronics zogen 4,7 % an, Hynix Semiconductor gewannen 0,9 %.

Auch in Singapur schloss der Markt heute tiefer. Verantwortlich sind hier ebenfalls die Sorgen einer abflauenden US-Wirtschaft. Der Straits Times Index ging um 1 % zurück und schloss bei 3.374,30 Punkten auf einem 3-Monats-Tiefstand.

Chinas A-Aktien schlossen sich dem Markttrend an. Auch hier hielten Konjunktursorgen den Markt in Griff. Der Shanghai Composite Index fiel um 4,41 % und stoppte bei 4.984,16 Punkten. Der Shanghai A-Shares Index sank um 4,42 % ab. Schlussstand waren 5.230,97 Punkte. Der Shenzhen A-Shares Index fiel etwas stärker, auf 1.314,06 Punkte und schloss damit 4,65 % schwächer. Der CSI 300 wurde mit 4,5 % belastet und hatte zu Handelsschluss noch 4.772,62 Punkte. Besonders exportorientierte Schwergewichte, wie Petrochina belasteten den Markt. Die Anteilsscheine des Ölriesen sanken um 1,7 % ab. Sinopec begannen den Handel stark, lagen am Ende jedoch bei 0,58 % im roten Bereich.



Autor: (nb), Quelle: EMFIS.COM


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