Top-Story -  & Wirtschaftsnews -  & Politiknews - 27.01.11

Australiens Hochwasser: Zins unverändert, Steuern rauf, Wachstum runter

Sydney 27.01.2011 (www.emfis.com) Sehr aufmerksam wurden heute die Ausführungen des Westpac-Melbourne Institut verfolgt.
Die aktuelle Umfrage des Instituts in der australischen Wirtschaft zeigen ein sich verlangsamendes Wachstum an.
Der Index der die expansive wirtschaftliche Tätigkeit anzeigt wuchs zwar um 3,2 Prozent, lag aber um 0,3 Prozent unter der vorangegangenen Erhebung.
Etwas Positives kann man dieser Entwicklung dennoch abgewinnen. So wird die Zentralbank den Zins voraussichtlich bis zum September auf dem gegenwärtigen Niveau von 4,75 Prozent belassen, so der Westpac Chefökonom Bill Evans.
Die Überschwemmungen in Queensland, sowie New South Wales und Victoria haben schwere Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit. Die Zentralbank wird Zeit zur Beurteilung benötigen, ist sich Evans sicher. Bis dahin wird es wohl keine weiteren fiskalischen Maßnahmen geben.
Auch die Zinsstrategin von JPMorgan, Helen Kevans, sieht außergewöhnliche Herausforderungen auf die Zentralbank zukommen.
Der bisherige Zinserhöhungszyklus kann nicht fortgesetzt werden. Jede Erhöhung würde noch höhere Belastungen für die Haushalte und für das verfügbare Einkommen bedeuten. Bereits jetzt macht sich der Druck durch steigende Preise bei Lebensmittel, Gebrauchsgüter und Kraftstoffen erheblich bemerkbar, so Kevans.
Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard unterbreitete heute einen für die Wirtschaft unpopulären Vorschlag. Sie regte an, zusätzliche Steuern zu erheben. Diese würden dem Haushalt 1,8 Mrd. AUD in die Kasse spülen, welche dann in den Aufbau der betroffenen Hochwassergebiete fließen sollen.
Die Gesamtkosten für die Schadensbeseitigung belaufen sich derzeit auf 5,6 Mrd. AUD.
Die Ausfälle in den Minen, von Industrieanlagen sowie in der landwirtschaftlichen Produktion, wird das Wirtschaftwachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozent nach unten drücken, so Gillard.
Ein Fazit aus der gegenwärtigen Situation wird immer deutlicher: Das Hochwasser wird die Zinsen vorerst einfrieren, das Wachstum verlangsamen und die Steuern steigen lassen.

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Autor: (il), Quelle: EMFIS.COM


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