Wirtschaftsnews - 11.04.12

Marktbericht Asien: Kein Alcoa-Bonus in Fernost

Hongkong 11.04.2012 (www.emfis.de) Dass der US-Aluproduzent Alcoa einen mehr als passablen Quartalsbericht vorgelegt hat, konnte Asiens Börsen heute nicht beflügeln. Es dominierten die roten Vorzeichen – allerdings hielten sich die Verluste noch in Grenzen.

 

Heute lief der Handel prächtig – jedoch nur in Vietnam: Der Ho Chi Minh Stock Index konnte 1,7 Prozent zulegen. An den übrigen Handelsplätzen überwogen hingegen die Konjunktursorgen. Die Marktteilnehmer reagierten im Vorfeld der chinesischen Wirtschaftsdaten für das erste Quartal größtenteils verunsichert. Zudem ließen die miesen Vorgaben aus den USA und eine neu entflammte Furcht vor der europäischen Schuldenkrise keine rechte Kauflaune aufkommen.

 

Japan: Nikkei auf tiefsten Stand seit sieben Wochen

 

Der Nikkei 225 fiel heute um 0,8 Prozent auf 9.459 Stellen. In Japan kam erschwerend der erstarkte Yen hinzu, der das Geschäft der Exportunternehmen beeinträchtigt. Dass im Februar die Auftragseingänge für Maschinen überraschend gut ausgefallen sind, was als Zeichen einer gesteigerten Investitionsfreude gilt, konnte nur wenige Anleger aufs Parkett locken. Die Stimmung gestern nachbörslich ohnehin auf einen Tiefpunkt gesunken, weil die Elektronikgiganten Sharp und Sony für das abgelaufene Geschäftsjahr heftige Gewinnwarnungen ausgegeben haben. Der Kurs von Sharp fiel daraufhin um 3,2 Prozent, während Sony mit einem Minus von 4,5 Prozent der größte Verlierer im Leitindex war. Abgaben verbuchten auch Fujifilm (- 3,3 Prozent), Nomura Holdings (- 2,8 Prozent) und NEC (- 2,5 Prozent). Zu den seltenen Gewinnern gehörten hingegen Fanuc (+ 1,9 Prozent) und Nikon (+ 1,1 Prozent).

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Hongkong: Euro-Sorgen belasten Reedereien

 

Der Hang Seng Index korrigierte heute 1,1 Prozent auf 20.141 Zähler. Vor allem bei Reedereien und Hafenbeteribern gab es herbe Verluste, nachdem China Shipping Development für das erste Quartal eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte. Die Anteilsscheine des Unternehmens verbilligten sich um 7,6 Prozent, gefolgt von China Cosco mit einem Minus von 5,1 Prozent. Weitere Verlierer waren Guangzhou Automobile Group (- 4,7 Prozent), ZTE (- 3,9 Prozent). Sino Land (- 3,9 Prozent) und Esprit (- 3,2%). Die Gewinnerliste war sehr übersichtlich und wurde von BYD angeführt. Da Gerüchte kursieren, dass die chinesische Regierung in der nächsten Woche ein Förderprogramm für umweltfreundliche Fahrzeuge bekannt geben will, legte der Kurs 2,2 Prozent zu. Weitere Gewinner waren Anhui Conch Cement (+ 1,8 Prozent), Bank of China (+ 0,9 Prozent) und China Resources Power (+ 0,4 Prozent).

 

Taiwan und China knapp im Plus

 

Taiwans TAIEX legte 0,2 Prozent auf 7.657 Punkte zu, während der chinesische Shanghai Composite um 0,1 Prozent auf 2.309 Zähler stieg. In Indien schloss der Sensex unverändert auf 17.244 Stellen. Südkoreas Kospi korrigierte 0,1 Prozent auf 1.994 Punkte. Der thailändische SET fiel derweil um 0,9 Prozent auf 1.154 Stellen.

 

 

 

 

Autor: (hg), Quelle: EMFIS.COM


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