Analyse -  & Wirtschaftsnews - 26.04.12

Commerzbank: Rettet die Tochter die Mutter?

Frankfurt 26.04.2012 (www.emfis.com) Das Tochter-Unternehmen der Commerzbank, die Comdirect, konnte unlängst mit überzeugenden Zahlen für das erste Quartal aufwarten. Nun könnten sich einige Anleger fragen: Rettet die Tochter den Mutter-Konzern?

Zugegeben: Eine Rettung der Commerzbank allein durch Comdirect dürfte schwierig werden, auch wenn die Zahlen – wie bereits erwähnt – sehr gut ausgefallen sind und die Erwartungen der Analysten übertroffen werden konnten.

Comdirect-Zahlen überzeugen auf ganzer Linie


Unterm Strich erzielte der Online-Broker Comdirect im genannten Zeitraum einen Netto-Gewinn in Höhe von 29,2 Millionen Euro, was einem deutlichen Anstieg von 18 Prozent entspricht. Vor allem ein überraschender Zins-Überschuss hatte das Ergebnis positiv beeinflusst. Die Zinsen, die das Unternehmen durch eigene Anlagen erzielte, waren höher als die Bank ihren Tagesgeld-Kunden anbieten musste, da diese schneller gesunken waren, teilte Comdirect mit. Allein beim Provisions-Ergebnis musste das Geldhaus Abstriche verzeichnen, da viele Kunden in ETF- oder CFD-Produkte gewechselt hatten, wodurch naturgemäß geringere Provisions-Erträge als bei Fonds oder Zertifikaten generiert werden.

Zuversichtlich für Gesamtjahr

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Und der Online-Broker gibt sich auch für das laufende Geschäftsjahr recht zuversichtlich. Das Unternehmen möchte vor allem Neukunden dazu gewinnen. Denn im ersten Quartal 2012 wurde lediglich einen Privatkunden-Zuwachs von 12.000 erreicht. Unter anderem durch Erhöhung der Marketing-Ausgaben soll dieses Ziel auch erreicht werden. Wie das Unternehmen mitteilte, werde man in einem schlechten Marktumfeld wie das derzeitige, gute Ergebnisse erzielen. Sollte sich das Umfeld jedoch wieder aufhellen, so könne man durchaus mit einem sehr guten Jahres-Zahlen rechnen. Von Reuters befragte Analysten rechnen daher mit einem Jahres-Gewinn für dieses Jahr in Höhe von 103 Millionen Euro. 2011 betrug dieser noch 108 Millionen Euro.

Ob Comdireczt nun wie im vergangenen Jahr 108 oder wie die prognostizierten 103 Millionen Euro Gewinn erzielt, spielt für die Commerzbank eher eine untergeordnete Rolle. Denn die Gewinne des Tochter-Unternehmens dürften nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen, da auf die Commerzbank möglicherweise noch weitere Abschreibungen auf Staatsanleihen folgen könnten.



Autor: (mon), Quelle: EMFIS.COM


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